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Varelas verbaler Ausrutscher

Juli 26, 2008 · Keine Kommentare

(Carlos Varela sorgt für verbalen Ärgern. Foto: zisch.ch)

Wir haben ja bereits über den Wutausbruch und die Enttäuschung von Heisssporn Carlos Varela nach dem verlorenen Spiel gegen den FCB berichtet (”Isch hasse diese arroganten Basler“).

Nun haben wir Dank Radio BE1 auch das entsprechende Tondokumente.

Typisch Varela kann man da nur sagen. Viel Spass beim reinhören: Varela auf Radio BE1.

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“Isch hasse diese arroganten Basler”

Juli 19, 2008 · 1 Kommentar

(Beni Huggel sichert dem FCB den Sieg. Foto: Keystone)

Carlos Varela war nach dem Spiel gegen YB enttäuscht. Sehr enttäuscht! “Isch hasse diese arroganten Basler” säuselte er nach dem Spiel in die Mikrofone und Notizblöcke der Berner Sportjournalisten. Nun, arrogant war das Auftreten der Basler sicherlich nicht. Es gab keinen Grund dazu. Die letzte Saison hat man sich immer mit einer Niederlage vom Plastickrasen zu Wankdorf verabschiedet.

Glücklich, effizient, so wäre das Spiel und Auftreten der Basler doch eher zu beschreiben. Beim FCB stimmte vieles noch nicht zusammen. Kein Wunder: die Unterlage hasst der Basler wie der Teufel das Weihwasser und zudem standen drei Neue und nach den Verletzungen von Carlitos, Eduardo und Behrang Safari mindestens drei Ergänzungsspieler auf dem Feld.

Trotzdem: Varela’s Wut (einst war er selbst ein “arroganter Basler”) war sicherlich in erster Linie eine Wut auf sich selbst. 45 Minuten plus hatte YB die besseren Möglichkeiten, spielte angriffiger und zeigte die besser Kombinationen. Doch es ist eine alte Binsenwahrheit. Zum Fussball gehören Tore und die haben die Berner nicht gemacht.

Start geglückt. Der FCB ist bereits wieder der Gejagte und so mag es der Branchenprimus. Alles andere als Druck würde in der Truppe nur für Unruhe sorgen. Für Arroganz ist sicherlich kein Platz. Aber es war eine gehörige Portion Selbstvertrauen und der Glaube als FC Basel immer als Sieger vom Platz zu gehen, welche schliesslich zum Sieg führte.

Christian Gross’ Worte: “Gewonnen hat die Mannschaft, welche den Sieg mehr wollte”, waren deshalb sicherlich nicht fehl am Platz, auch wenn sie nicht bei jedem gut angekommen sind. Zum Beispiel beim Verlierer, allen voran Carlos Varela.

P.S. Unnötig war einmal mehr das Auftreten Einzelner im Tross der FCB-Fans. Petarden und Pyros während und Scharmützel mit der Polizei nach dem Spiel festigen in der Schweiz den schlechten Ruf. Eine solch grosse Mannschaft hat es nicht verdient, wegen solcher Begleitumstände in der ganze Schweiz gehasst zu werden, und zwar nicht nur von Carlos Varela…

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Jetzt geht’s los: das Duell der Titelträger

Juli 17, 2008 · Keine Kommentare

(Gjasula im Gespräch mit Basel 1-Mann Benjamin Schmid. Foto: Sacha Grossenbacher)

Morgen startet die neue Fussballsaison. OBI-Cupsieger gegen Uhrencupgewinner lautet die Affiche im Berner Stade de Suisse. Dank der hervorragenden Planung des Schweizerischen Fussballverbandes kurz Fussball-Mafia SFV (weiss gar nicht, ob sich dieser Terminus schon eingebürgert hat, item), treffen nur 10 Wochen nach dem letzten Spiel YB und der FCB erneut aufeinander. Damit der Zuschauer nach EM und kurz vor den olympischen Spielen nicht müde wird, soll die Affiche so richtig heiss auf Fussball machen. Wenn dann Liga-Präsident Stadelmann in der BaZ für die Schlagzeile “Die Kontrollen werden verschärft” und “Ich wünsche mir eine Saison ohne Pyros” sorgt, dann ist die Fussballeuphorie so richtig entflammt.

Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht. Aber ich bin noch in den Nachwehen der EM und hab noch so gar keinen Lust auf Fussball. Es riecht noch nicht nach Fussball, wie der Nostalgiker so sagt. Zumal morgen eh auf Plastik gespielt wird. Wie aber holen wir uns jetzt die Euphorie ist die grosse Frage? Nun, die bleibt offen. Es sind die Spieler, welche Sie auf dem Plastik entfachen müssen.

Da setze ich die Hoffnung beim FC Basel in einem Namen: Jürgen Gjasula. Nach dem Abgang von Mathias Delgado scheint endlich wieder ein begnadeter Techniker im Team von Christian Gross zu spielen. Hoffentlich zeigt er sich im morgigen Auftaktsspiel bereits in Frühform. Sollte er eigentlich, denn nach seiner Suspendierung bei St. Gallen ist er der einzige Spieler, welcher heiss auf Fussball sein sollte. Gespielt hat er ihn nämlich schon lange nicht mehr. Auf jeden Fall nicht in einem Ernstkampf.

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Ich glaub, ich spinne!

Juli 11, 2008 · Keine Kommentare

Manchmal kommt es ja vor, dass man selbst an Wahrnehmungsstörungen leidet. Wenn man zulange in der Sonne lag oder einen über den Durst getrunken hat. Das dachte ich zuerst auch, als ich begann, die Serie zum Start in die neue Super League Saison in der Mittellandzeitung zu lesen. Die „MZ“ wie sie abgekürzt heisst, veröffentlicht dort ihre Prognose zur kommenden Saison. Ganz erstaunliches liest man dort, nachdem vier Teams bis heute Freitag vorgestellt wurden. Wenn es also nach den Sportjournalisten der Mittellandzeitung geht, dann sieht die Tabelle Ende Mai 2009 folgendermassen aus:

  1. Sion
  2. FC Basel
  3. GC

Absteiger ist Vaduz

Ja sag mal. Hab ich etwas verpasst? Bin ich immer noch EM-benebelt? Hat Christian Constantin ganz heimlich Ronaldo, Xavi und Torres verpflichtet? Der FC Sion ist Meisterschaftskandidat? Ganz schön mutig, Mittellandzeitung!! Aber worauf nur, stützt sich dieser Mut? Ich gebe zu, nach der EM nahm ich ein wenig Abstand vom Fussball. Auch übe ich den Beruf des Sportjournalisten nicht Hauptberuflich und professionell wie die Herren der Mittellandzeitung aus. Trotzdem: bin ich wirklich so blöd? Der FC Sion wird Meister? Nun, vielleicht handelt es sich bei der Serie der Mittellandzeitung auch nur um eine Glosse und ich hab den Witz nicht verstanden. Bevor sich die zusammengewürfelte Mulitkulti Truppe aus den Wallis aber den Meistertitel holt, sind doch seriöser Weise eher Teams wie die Grasshoppers (ganz heisser Kandidat), der FC Basel (eigentlich immer ein Thema) und die Berner Young Boys (den Abgang von Hakan Yakin werden die schon verkraften) an der Reihe.

Wir werden sehen. Eines muss sich die Sportredaktion der Mittellandzeitung auf jeden Fall nicht gefallen lassen. Dass sie mit dem Mainstream schwimmt. Und vielleicht war es genau das, was sie mit dieser doch eher amüsanten Prognose bewirken wollten.

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“Engel Abraham” soll es richten

Juli 8, 2008 · Keine Kommentare

(Von Abraham wird in Basel viel erwartet. Foto: gimnasticdetarragona.com)

Da haben alle auf den grossen Wurf gewartet und dann kommt der FCB mit dem 22jährigen David Angel Abraham als Ersatz für Daniel Majstorovic. „Namhaft“ bezeichnet der FCB den Neuzugang in seiner Mitteilung. Nun, einen Namen hat er, wie wir alle, aber ob man Daniel Angel Abraham als namhaft im Sinne des Wortes bezeichnen kann, muss doch offen gelassen werden.

Was soll man davon halten? Man weiss kaum etwas über den Mann und findet auch kaum was. U-20 Weltmeister mit Argentinien war er, 2005. Allerdings wird verschwiegen, dass er an diesem Turnier, wo ein Spieler namens Lionel Messi gross rauskam, kein einziges Spiel bestritt! Zumindest wenn man den Daten der FIFA glaubt.

Erfahren soll er sein, hat aber das letzte Jahr in der 2. Spanischen Liga bei Gimnàstic de Tarragona gespielt. Nun, man kennt die Vorliebe von Christian Gross für argentinische Spieler. Trotzdem: hat der FCB jetzt wirklich ein Juwel gefunden oder war halt nichts anderes auf dem Markt, bei dem der FCB auch finanziell mithalten konnte? Wir werden es wohl nie erfahren.

Die Rechnung wird eh auf dem Platz gemacht und dort muss die neue französisch-argentinische Innenverteidigung mit Marque und „Engel Abraham“ auf Anhieb funktionieren. Denn in wenigen Wochen kommt Göteborg. Lange Einarbeitungszeit kriegen weder Christian Gross noch sein Neuzugang.

Der Transfer zeigt aber einmal mehr, wie schwer es für Schweizer Klubs, selbst den FCB, ist, Spieler eines gewissen Formates zu verpflichten. Wir freuen uns sicher auf David Abraham und hoffen, dass er bald Fuss fasst. Allerdings sollte man den Spieler nicht besser verkaufen als er ist. „Namhaft“ ist dieser Neuzugang sicher nicht.

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Nur ein grosser Name?

Juli 1, 2008 · Keine Kommentare

(Entschlossene Schweden. Auch gegen den FCB?. Homepage IFK Göteborg)

Der schwedische Fussball ist auf Augenhöhe mit der Super League. Das müssen wir nicht diskutieren. Göteborg ist vierzehnmal schwedischer Meister und viermal Cupsieger geworden. Eine grosse Nummer in Schweden. Das zeigen auch 14 Teilnahmen an der Champions-League. Trotzdem Göteborg ist vor allem eines: ein grosser Name. Nicht dass die Schweden zu unterschätzen wären, aber die grössten Erfolge hatte die Mannschaft in den 80er Jahren und dann zu Beginn der 90er Jahre. Zwischen 1996 und 2007 war Sendepause. Keine Erfolge auf nationaler Ebene. In der aktuellen Saison liegen die Göteborger nach 12 Spielen auf Platz 4. Heute hat man gegen Trelleborgs FF mit 0:2 verloren.

 

Ein Gegner vor dem man Angst haben muss, sieht anders aus. Sicher: Göteborg ist kein einfaches Los für die Champions-League Qualifikation. Die Schweden haben auch den Vorteil, dass sie nach der kurzen EM-Pause bereits wieder in der laufenden Meisterschaft sind. Trotzdem: der FCB kann und muss die Hürde Göteborg hinter sich lassen. Die Mannschaft ist gestärkt und hat sich nur wenig verändert. Mit Gelabert und Gjasula von St. Gallen sind endlich wieder Ideengeber und Antreiber im Mittelfeld vorhanden die sich mit Huggel / Ergic ergänzen oder zumindest Gewehr bei Fuss stehen.

 

Der FCB hat bereits Meisterschaftsspiele gegen YB, GC und den Aufsteiger Bellinzona in den Beinen, wenn das Duell mit IFK Göteborg ansteht. Dies sollte genügen Vorlaufzeit sein, um bereits hellwach und bereit zu sein. Was einzig fehlt, ist ein Stürmer. Ein Ersatz für Marco Streller, damit Eren Derdiyok nicht alleine dasteht. Mit Stürmer hat man sich schon letzte Saison schwer getan. Nachdem nichts mehr auf dem Markt war, dass auch bezahlbar gewesen wäre, holte man im Winter kurz Vratislav Lokvenc für ein einziges Tor gegen Thun (das immerhin den Finaleinzug in den Cupfinal bedeutete).

 

Man kann gespannt sein, was noch läuft. Eines aber ist klar. Frau Oeri sollte über ihren Schatten springen und den Rekordtorschützen der Schweizer an der EM holen. Hakan Yakin ist noch zu jung, als dass man ihn den Scheichs geben sollte…

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